WordPress ist das mit Abstand verbreitetste CMS der Welt und betreibt rund 43 % aller Websites. Das macht es nicht automatisch zur besten Wahl für einen kleinen Handwerksbetrieb. Entscheidend ist, ob Sie die zusätzliche Freiheit wirklich brauchen und intern auch tragen können.
Dieser Vergleich bezieht sich auf WordPress.org, also die selbst gehostete Variante. Sie vergleichen mehrere Anbieter? Zum 6-Anbieter-Vergleich
Der praktische Vergleich
Grundmodell
Open-Source-Software, Hosting und Wartung separat
Kosten
Software kostenlos, aber Hosting, Themes, Plugins und Pflege extra
Flexibilität
Sehr hoch: tausende Plugins und Themes
Einrichtungszeit
20–40 Stunden (Theme, Plugins, Texte, SEO, Sicherheit)
Wartung
Updates, Sicherheit und Backups müssen organisiert werden
Recruiting
Möglich, aber über Plugins oder Eigenlösung
Sicherheit
Eigenverantwortung: Updates, Patches, Monitoring
Für wen passend
Technisch versierte Teams oder Agentur-Setups
Grundmodell
Komplettpaket für Handwerksbetriebe
Kosten
99 €/Monat, alles inklusive
Flexibilität
Gezielt auf den Handwerksalltag ausgerichtet
Einrichtungszeit
Wenige Angaben machen, den Rest erledigen wir
Wartung
Laufender Betrieb ist Teil der Lösung
Recruiting
Karriereseite mit Google for Jobs ist eingebaut
Sicherheit
Wird komplett übernommen
Für wen passend
Betriebe, die weniger Technik und mehr Ergebnis wollen
| Kriterium | WordPress.org | Profibetrieb |
|---|---|---|
| Grundmodell | Open-Source-Software, Hosting und Wartung separat | Komplettpaket für Handwerksbetriebe |
| Kosten | Software kostenlos, aber Hosting, Themes, Plugins und Pflege extra | 99 €/Monat, alles inklusive |
| Flexibilität | Sehr hoch: tausende Plugins und Themes | Gezielt auf den Handwerksalltag ausgerichtet |
| Einrichtungszeit | 20–40 Stunden (Theme, Plugins, Texte, SEO, Sicherheit) | Wenige Angaben machen, den Rest erledigen wir |
| Wartung | Updates, Sicherheit und Backups müssen organisiert werden | Laufender Betrieb ist Teil der Lösung |
| Recruiting | Möglich, aber über Plugins oder Eigenlösung | Karriereseite mit Google for Jobs ist eingebaut |
| Sicherheit | Eigenverantwortung: Updates, Patches, Monitoring | Wird komplett übernommen |
| Für wen passend | Technisch versierte Teams oder Agentur-Setups | Betriebe, die weniger Technik und mehr Ergebnis wollen |
Was kostet WordPress wirklich?
Die WordPress-Software selbst ist kostenlos. Aber eine funktionsfähige, sichere Handwerker-Website braucht mehr als nur die Software. Hier eine realistische Aufstellung der laufenden Kosten:
Hosting
10–30 €/Mo
Premium-Theme
50–100 €/Jahr
Sicherheits-Plugin
80–150 €/Jahr
Backup-Lösung
5–15 €/Mo
SSL-Zertifikat
meist beim Hoster dabei
Wartung & Updates
eigene Zeit oder Agentur (50–200 €/Mo)
Karriereseite / Recruiting
Plugin oder Eigenbau (Zusatzkosten)
Realistisches Gesamt
150–400 €/Monat
(inkl. Zeitaufwand oder Agenturkosten)
Hosting
inklusive
Premium-Theme
inklusive
Sicherheits-Plugin
inklusive
Backup-Lösung
inklusive
SSL-Zertifikat
inklusive
Wartung & Updates
inklusive
Karriereseite / Recruiting
inklusive
Fester Monatspreis
99 €/Monat
Monatlich kündbar, keine Zusatzkosten
Der entscheidende Punkt ist nicht der Listenpreis der Software, sondern die Summe aus allen laufenden Kosten und Ihrem Zeitaufwand. Wenn Sie als Handwerksmeister zwei Stunden pro Monat mit WordPress-Updates verbringen, ist das Zeit, die Ihnen auf der Baustelle fehlt.
Wie schnell ist Ihre Website online?
WordPress: 20–40 Stunden
Theme auswählen und installieren, Plugins einrichten, Texte schreiben, Bilder vorbereiten, SEO-Setup, Sicherheits-Konfiguration, Backup-Lösung, DSGVO-konformes Cookie-Banner, Kontaktformular einrichten, Karriereseite aufbauen.
Profibetrieb: wenige Angaben, wir erledigen den Rest
Sie machen Angaben zu Ihrem Betrieb, wählen Ihre Branche und Wunschdesign. Profibetrieb generiert daraus eine fertige Website mit Texten, Kontaktstrecke und Karriereseite. Änderungen jederzeit möglich.
Für einen Handwerksbetrieb, der keine IT-Abteilung hat, sind 20 bis 40 Stunden Einrichtungszeit eine erhebliche Hürde. Das sind ein bis zwei komplette Arbeitswochen, die weder auf der Baustelle noch beim Kunden verbracht werden.
Wer pflegt Ihre WordPress-Website?
Ein sehr häufiges Szenario in Handwerksbetrieben: Der Neffe, der Schwiegersohn oder ein Bekannter hat vor ein paar Jahren die WordPress-Website eingerichtet. Das war nett gemeint und hat vielleicht auch funktioniert. Aber heute?
- Die Person hat keine Zeit mehr oder ist nicht mehr erreichbar.
- WordPress-Version, Theme und Plugins sind veraltet.
- Sicherheits-Updates wurden monatelang nicht eingespielt.
- Die Website sieht auf dem Handy nicht mehr gut aus.
- Niemand im Betrieb weiß, wie man Inhalte ändert.
- Im schlimmsten Fall wurde die Seite gehackt und leitet auf Spam-Seiten weiter.
Das Problem ist nicht WordPress selbst. Das Problem ist, dass WordPress laufende Pflege braucht — und ein kleiner Handwerksbetrieb diese Pflege selten dauerhaft leisten kann.
Profibetrieb löst dieses Problem strukturell: Wartung, Updates und Sicherheit sind keine Zusatzaufgabe, sondern fester Bestandteil des Pakets. Wenn der Betriebsinhaber etwas an der Website ändern möchte, geht das über einen einfachen Editor — ohne technisches Hintergrundwissen.
Wie sicher ist WordPress für einen Handwerksbetrieb?
WordPress betreibt 43 % aller Websites weltweit. Das macht es zum mit Abstand größten Angriffsziel für Hacker. Laut dem Sucuri Website Threat Research Report entfallen rund 96 % aller CMS-bezogenen Sicherheitsvorfälle auf WordPress-Installationen.
Das liegt nicht daran, dass WordPress unsicher wäre. Es liegt daran, dass viele Installationen nicht regelmäßig aktualisiert werden, veraltete Plugins nutzen oder schwache Passwörter verwenden. Genau das passiert häufig bei kleinen Betrieben ohne IT-Verantwortlichen.
Plugin-Updates
Jedes Plugin ist ein potenzielles Einfallstor. Bei 10–20 aktiven Plugins müssen Sie regelmäßig prüfen, ob Updates verfügbar und kompatibel sind.
PHP-Updates
WordPress läuft auf PHP. Wenn Ihr Hoster die PHP-Version aktualisiert, kann es zu Inkompatibilitäten mit Theme oder Plugins kommen.
Backups
Ohne funktionierendes Backup-System kann ein fehlgeschlagenes Update oder ein Hack den kompletten Webauftritt zerstören.
Bei Profibetrieb gibt es keine Plugins, keine PHP-Updates und keine Backup-Konfiguration. Die Plattform wird zentral gewartet, Sicherheits-Updates werden automatisch eingespielt. Ein Handwerksmeister muss sich darum nicht kümmern.
Warum hat WordPress kein Recruiting eingebaut?
WordPress ist ein universelles Content-Management-System. Es ist nicht auf eine bestimmte Branche oder einen bestimmten Anwendungsfall zugeschnitten. Eine Karriereseite mit strukturierten Jobdaten (Google for Jobs) ist deshalb kein Standard-Feature, sondern Zusatzaufwand.
Was Sie bei WordPress für Recruiting brauchen
- WP Job Manager oder vergleichbares Plugin (kostenlos in der Basisversion, Premium-Features ab 99 $/Jahr pro Add-on)
- Google for Jobs Schema: Manuell oder über ein zusätzliches Plugin (z. B. WP Job Manager mit Job Listing Schema Add-on)
- Bewerbungsformular: Eigener Aufbau mit Contact Form 7 oder ähnlichem Plugin, inklusive DSGVO-konformer Dateiübertragung
- Design-Integration: Die Karriereseite muss optisch zum Rest der Website passen — was je nach Theme extra Arbeit bedeutet
Was Profibetrieb ab Werk mitbringt
- Karriereseite mit Betriebsvorstellung und Team-Einblicken
- Einzelne Stellen-Seiten mit strukturierten JobPosting-Daten
- Automatische Google for Jobs Indexierung
- Kurzer Bewerbungsweg per WhatsApp, Telefon oder Formular
- Alles im gleichen Design, ohne Plugin-Konfiguration
Gerade im Handwerk, wo der Fachkräftemangel mit über 100.000 unbesetzten Stellen pro Jahr real ist, macht eine eingebaute Recruiting-Lösung einen echten Unterschied. Bei WordPress ist Recruiting ein Projekt. Bei Profibetrieb ist es eine Checkbox.
Wann ist WordPress die bessere Wahl?
WordPress ist ein mächtiges System und in bestimmten Situationen klar die bessere Option. Hier sind die Fälle, in denen WordPress mehr Sinn macht:
- Sie brauchen einen Online-Shop mit hunderten Produkten, Warenwirtschaft und Zahlungsabwicklung (WooCommerce).
- Sie planen einen umfangreichen Blog mit 100+ Artikeln und komplexer Content-Strategie.
- Sie brauchen individuelle Funktionen, die über eine Betriebswebsite hinausgehen — z. B. Kundenportale, Buchungssysteme oder Schnittstellen zu Branchensoftware.
- Sie haben einen IT-Verantwortlichen oder eine Agentur, die sich zuverlässig um Updates, Sicherheit und Wartung kümmert.
- Maximale Gestaltungsfreiheit ist Ihnen wichtiger als geringer Pflegeaufwand.
In diesen Fällen spielt WordPress seine Stärken voll aus. Die offene Plattform mit tausenden Plugins und Themes ist genau dafür gemacht. Der Preis dafür ist mehr Verantwortung im laufenden Betrieb.
Wann passt Profibetrieb besser?
- Sie möchten keine Plugin-Auswahl, keine Update-Verantwortung und keine Sicherheits-Sorgen.
- Die Website soll schnell einsatzbereit sein und für Handwerksbetriebe passen — ohne wochenlange Einrichtung.
- Recruiting und lokale Sichtbarkeit sollen nicht nachträglich zusammengebaut werden.
- Sie wollen einen festen Monatspreis ohne versteckte Zusatzkosten für Plugins, Themes und Wartung.
- Niemand im Betrieb soll sich um technische Website-Pflege kümmern müssen.
Schauen Sie sich an, wie eine fertige Profibetrieb-Website aussieht: Beispiel: Müller Dach
Die faire Kurzfassung
WordPress wählen, wenn …
Sie maximale Flexibilität brauchen
Sie einen Online-Shop planen
Sie IT-Know-how im Betrieb haben
Sie eine Agentur für die Pflege beauftragen
Profibetrieb wählen, wenn …
Sie weniger Technik und mehr Ergebnis wollen
Recruiting eingebaut sein soll
Niemand die Website pflegen soll
Sie einen festen Preis ohne Überraschungen wollen
Häufig gestellte Fragen
Was kostet WordPress wirklich für einen Handwerksbetrieb?
Die Software selbst ist kostenlos. Rechnet man aber Hosting (10–30 €/Monat), ein Premium-Theme (50–100 €/Jahr), Sicherheits-Plugins (80–150 €/Jahr), Backup-Lösung (5–15 €/Monat) und den eigenen Zeitaufwand für Wartung und Updates zusammen, liegen die realen Kosten oft bei 150 bis 400 € pro Monat. Profibetrieb kostet dagegen pauschal 99 €/Monat inklusive allem.
Brauche ich technische Kenntnisse für WordPress?
Ja, deutlich mehr als bei einem Managed-Service. Sie müssen sich mit Hosting, Themes, Plugins, Updates, Sicherheit und Backups auseinandersetzen. Wenn etwas nicht funktioniert, sind Sie für die Fehlersuche verantwortlich. Bei Profibetrieb ist das alles Teil der Lösung.
Kann ich meine WordPress-Seite zu Profibetrieb umziehen?
Ja. Profibetrieb richtet Ihre neue Website ein, Sie machen wenige Angaben zu Ihrem Betrieb und den gewünschten Inhalten. Bestehende Texte und Bilder können dabei berücksichtigt werden. Die alte WordPress-Seite kann parallel weiterlaufen, bis die neue Website fertig ist.
Was ist mit meiner bestehenden Domain?
Ihre Domain können Sie behalten. Profibetrieb unterstützt eigene Domains. Sie müssen lediglich die DNS-Einstellungen anpassen, damit Ihre Domain auf die neue Website zeigt. Profibetrieb hilft dabei.
Ist WordPress oder Profibetrieb besser für Handwerker-SEO?
WordPress kann mit den richtigen Plugins (z. B. Yoast SEO, Rank Math) gutes SEO liefern, erfordert aber manuelle Konfiguration und laufende Pflege. Profibetrieb bringt SEO-Grundlagen wie saubere Seitenstruktur, schnelle Ladezeiten, Meta-Tags und strukturierte Daten von Anfang an mit. Für lokale Sichtbarkeit als Handwerksbetrieb reicht das in der Regel aus.
Alle 6 Anbieter im Vergleich: Handwerker-Website Anbietervergleich 2026